Der De Weerth Garten wurde für den Verein eine geistig-gärtnerische Goldgrube. Er entwickelte unterschiedliche Facetten seiner historischen Forschungsarbeit. Auf den Auftraggeber, Peter de Weerth, wies hier schon der Name des Parks. Der Gartenkünstler, Peter Joseph Lenné d. Ä., war im städtischen Denkmalamt bekannt.
–Die gartenhistorische Einordnung als Landschaftsgarten im englischen Stil, belegen die Tagebücher Peter de Weerths. In der mehrbändigen Familiengeschichte fanden sich Hinweise zur Nutzung und Bepflanzung der Parkanlage. Pläne erlaubten es, die Wandlung des Park in Villengärten und schließlich zum öffentlichen Stadtgarten herauszuarbeiten. Weitreichende Kontaktaufnahme mit Nachfahren Peter de Weerths verschafften Zugang zu zuvor unbekannten Quellen. Sie führte auch zu Familienporträts der Düsseldorfer Malerschule, die später den Ausgangspunkt für die Biedermeierausstellung bildeten. Der Verein hat das historische Bewusstsein für den Garten geweckt – mit Ausstellungen, Tafeln zur Parkgeschichte und Parkführer. Viele Jahre auch durch Illumination der Treppe zu Peter de Weerths Geburtstag.
Unser Plädoyer für die Zusammengehörigkeit von Garten und Wald regte den bepflanzten Fußgängerübergang über die Luisenstraße an. Der Waldteil wurde als Fußgängerverbindung zur Nordstadt und durch Erneuerung des hochgelegenen Plateaus aufgewertet. Leider konnte die historische Wertigkeit der ursprünglichen Gartengestaltung nicht in die heutige Nutzung vermittelt werden. Als begrünter Stadtplatz muss der De Weerth Garten heute die multifunktionalen Wünsche der Stadtbevölkerung erfüllen.
