Bespielen

Der Reiz von Wuppertals grünen Anlagen zeigt sich im Erlebnis. Die Verbindung von Bewegung in Parkanlagen und profundem Wissen verleiht dem Spaziergang eine überraschende Tiefe. Der Förderverein bietet seit 20 Jahren Führungen und Quartierserkundungen an. Längst haben sie Eingang ins Wuppertaler Stadtmarketing und Vereinsprogramme gefunden. Als weiteres Veranstaltungsformat kultivierte der Förderverein schon früh künstlerische Aufführungen in Parks. Sie fangen den atmosphärischen Zauber der Anlagen ein und vertiefen ihn um eine musikalisch-literarische Dimension.

Antonia Dinnebier: Quartiere zeigen ihr Grün. In: Die Beste Zeit, …
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QUGA

Wuppertal bereitet sich auf die Bundesgartenschau 2031 vor. Warum auf Großes warten, der Förderverein fängt mit der Gartenschau einfach schon einmal an, im Quartier mit dem Grün, das schon da ist. Jedes Jahr richtet die Quartiersgartenschau, in bester Klangverwandtschaft kurz QUGA, den Blick auf einen anderen Stadtteil. Die Aktiven laden ein und zeigen öffentliche Parks und private Gärten, Wälder, Friedhöfe und Besonderheiten ihres Quartiers.

Bei Spaziergängen und Aktivitäten, Führungen und Festen lässt sich die Vielfalt des Grüns und nicht minder seiner Träger, Unterstützer und Nutzer entdecken. So lernen wir und unsere Gäste Wuppertals grüne Anlagen Stück für Stück kennen und schätzen.

Mirke. Ostersbaum. Hardt 2025
Das Quartier prägt visionäre Kraft wie die Initiierung des ersten Bürgerparks Deutschlands 1807. Heute brilliert die Hardt mit Gartenkunst aus 200 Jahren und Botanischem Garten. Der Elberfelder Verschönerungsvereins legte die Waldparks Kaiser-Wilhelm-Hain und Mirker Hain an. Bürgerkraft verdankt sich auch die Nordbahntrasse. Die Kleingartenbewegung ermöglicht Gärten für viele. Friedhöfe holen einen Hauch von Paradies ins Leben. Auf dem Ostersbaum zeugen Stadtparks vom Mut zur Umnutzung. Utopiastadt und Urban Gardening blühen in der Mirke.

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Rund um Wichlinghausen 2024
Aktuelle Gartenkunst und engagierte Nachbarschaftsgärtner* innen zeigt der neue Nachbarschaftspark auf dem BOB CAMPUS. Auch die historische Waldparkanlage Nordpark besticht durch modernen Erneuerungen und das Wildgehege. Die Promenade Rosenau bringt die Wupper näher und erkundet neue Spielmöglichkeiten. Am Naturerlebnishaus Reppkotten überrascht unversehens Landidylle.

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Heckinghausen 2023

Überblick über die grünen Anlagen Heckinghausens, verschafft der Blick vom Gaskessel. Im Dickicht der Häuserschluchten sind neugestaltete Plätze und grüne Ecken zu entdecken. Auf dem Heidt bieten die Barmer Anlagen ein gartenkünstlerisches Highlight von nationaler Bedeutung. Am Hammesberg bestechen die Waldidylle des tiefen Murmelbachtals wie die Offenheit des Scharpenackens. Im Barmer Wald warten Ehrenfriedhof und Deisemannskopf. Die beiden Friedhöfe und die Kleingartenanlagen bieten weitere grüne Schattierungen.

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Rund um den Kiesberg 2022
Der Zoologische Garten mit seiner exotischen Tierwelt ist weit bekannt. Herausragende grüne Anlagen im Quartier sind aber auch die Städtische Waldparkanlage Kiesberg mit dem Von der Heydt-Turm und Ehrenfriedhof sowie die ungewöhnliche Königshöhe von August und Selma von der Heydt. Im dicht bebauten Arrenberg findet sich der kleine Park des ehemaligen Städtischen Krankenhauses, im gediegenen Zoo-Viertel der Märchenbrunnen. Friedhöfe und Kleingärten versorgen das einstige Dorf Sonnborn mit Grün.

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Elberfelder Südstadt 2021
Der Elberfelder Verschönerungsverein schenkte der Südstadt die großen Waldparkanlagen Friedenshöhe und Friedrichsberg. Daneben besitzt sie eine große Vielfalt grüner Anlagen vom interessanten Uellenberg-Platz und geöffneten Privatpark der Barmenia über Klophauspark und Von der Heydt-Park bis zu Kleingärten, die Wege sich zum K-Weg verbinden. Alleinstellungsmerkmal des Quartiers sind die drei LehrReiche, Station Natur und Umwelt, Permakulturhof Vorm Eichholz.

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Unterbarmen im Engelsjahr 2020

Es jährte sich zum 200. Mal, dass Friedrich Engels in Unterbarmen zur Welt kam, am Engelsgarten. Trotzdem übertrifft ihn heute der Skulpturenpark Waldfrieden an Bekanntheit. Schönebecker Busch und Hohenstein bieten wohnungsnahes Grün in der städtischen Bebauung. Von ihren Rändern strecken Kothener Busch, Kaiser Friedrich-Höhe und die großartige Parkanlage Hardt ihre Finger nach Unterbarmen aus. Die vielen Kleingärten bilden ein eigenes Spazierwegenetz mit bester Aussicht im Quartier.

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Gartenstadt Ronsdorf 2019
Ronsdorf machte 2019 den furiosen Anfang, feierte doch der Ronsdorfer Verschönerungsverein sein 150-jähriges Bestehen. Seine Ronsdorfer Anlagen stehen seither allen Besuchern offen. Anja Maubach führt die berühmte Arends Staudengärtnerei . Laufend zu erkunden, sind aber auch die Ronsdorfer Talsperre und die idyllischen Bachtäler.

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Park des Monats

Die Veranstaltungsreihe riefen 2016 Klaus Günther Conrads und Michael Felstau ins Leben. Der Förderverein setzte das Projekt federführend bis zur Corona-Pandemie um. Ziel der Reihe ist es, auf die gartenhistorische Bedeutung und den Wert der vielfältigen Grünflächen in Wuppertal aufmerksam zu machen, sie kennen und wertzuschätzen zu lernen. Führungen bieten Interessierten die Möglichkeit, die grünen Seiten Wuppertals unter fachkundiger Begleitung zu entdecken. Kernpunkte der Reihe sind: Die Veranstaltung findet von Februar oder März bis Dezember mindestens einmal im Monat statt. Thematische Spaziergänge oder Führungen zeigen einen ausgewählten Park, Garten oder Naturraum in Wuppertal oder Umgebung.

Im Fokus stehen die Geschichte, die Gestaltung, botanische Besonderheiten sowie Denkmäler und Bauten der jeweiligen Anlage. Immer wird auch das bürgerschaftliche Engagement in den betreffenden Parkanlagen thematisiert. Durch die monatliche Vorstellung wird die gesamte Bandbreite der Wuppertaler Parklandschaft innerhalb eines Jahres abgedeckt – von großen historischen Anlagen wie der Hardt und dem Botanischen Garten über Quartiersparks bis hin zu speziellen Arealen wie dem Uni-Arboretum oder thematischen Routen entlang der Wupper. Eine tragende Rolle spielen die Parkführer*innen aus einem breiten Netzwerk von bürgerschaftlich engagierten Akteur*innen und Vereinen in Wuppertal sowie Vertreter*innen des Ressorts Grünflächen und Forsten. Die Reihe bildet einen wichtigen Baustein der Öffentlichkeitsarbeit des Fördervereins.

In Zusammenarbeit mit der Presse wurde in großen Zeitungsartikeln auf die Veranstaltungen aufmerksam gemacht, u. a. diese:

2017
WZ-Artikel zu den Ronsdorfer Anlagen vom 18. April 2017 lesen →
WZ-Artikel zum Nordpark vom 24. Juni 2017 lesen →
WZ-Artikel zum Nordpark vom 11. August 2017 lesen →
WZ-Artikel zum Nordpark vom 12. Oktober 2017 lesen →
WZ-Artikel zum Ehrenfriedhof Elberfeld vom 14. November 2017 lesen →
WZ-Artikel zum De Weerth Garten vom 21. Dezember 2017 lesen →

2018
WZ-Artikel zum Ehrenberg vom 18. April 2018 lesen →

2019
WZ-Artikel vom 13. Februar 2019 lesen →
WZ-Artikel zum Vohwinkler Stadtwald vom 15. März 2019 lesen →
WZ-Artikel zur Friedenshöhe vom 21. September 2019 lesen →
WZ-Artikel zum Uni-Arboretum vom 8. Oktober 2019 lesen →

 

 

Musikalisch-literarische Spaziergänge

2014 startete der Förderverein dies spannende Veranstaltungsformat. An mehreren Orten in einer historischen Parkanlage tragen Künstler zu einem Thema Texte, Lieder oder Instrumentalstücke vor. Die ausgewählten Literatur- und Musikpassagen verstärken die sinnliche Wahrnehmung entlang der Kette von Orten. Opernsängerin Annette Robbert konzipierte die Spaziergänge und gewann die Künstler. Die Aufführungen „Wagner molekular“ und „appel interstellaire“ bildeten die Initialprojekte. 2017/18 folgte ein mehrteiliges Projekt, dessen Parkauswahl sich an der Familie von der Heydt orientierte. Es wurde dank einer Finanzierung durch den LVR möglich.

Wagner molekular, Mirker Hain 2014

„FUX GEHT RAUS MolekularWagner – Umwege im Hain“. Den Makrokosmos Wagner zersplittert die Sopranistin Annette Robbert in motivische Mikropartikel und lässt sie gemeinsam mit Schauspieler Jakob Walser und der seltenen Formation aus 8 Hornisten hinter den Büschen und Bäumen, den Wegsteinen der Wagner-Verehrer von der Heydt und den Flussläufen aufscheinen – und manchmal auch baden gehen… Annette Robbert, Jakob Walser, Paola Rodilla Martinez, Sander van Dijk, Paolo Mendes, Martin Dickmann, Felix Wilmsen, Quirin Rast, Jonathan Wegloop/Matthias Schmaderer, Ulrich Sulse

Artikel in der WZ vom 12. Juni 2014 lesen →

Appel interstellaire, Kiesberg 2016

Die auf dem, im Von der Heydt-Park befindlichen, Heine-Gedenkstein zitierten Zeilen aus der „Harzreise“ zeugen davon, dass seit der Industrialisierung der Lebensräume die Sehnsucht nach Verbindung mit der Natur und dem Kosmos, also auch vorstellbaren Welten in den Sternen, erwachte. Der Elberfelder Park mit seinen ebenen, baumumsäumten Alleen und dem Aussichtsturm auf der Königshöhe bietet die ideale Kulisse für eine Sternenthema-Klangwanderung, die sich aus den Parametern Lyrik (Heinrich Heine), Heine-Vertonungen (Franz Schubert und Robert Schumann) und dem abschließenden appel interstellaire von Olivier Messiaen in der Fassung für zwei Hörner zusammensetzt. An acht Stationen erzeugen Klangerlebnisse das Moment des Innehaltens, – Texte, Vertonungen und Appelle interpolieren, tauschen sich aus, fragen und antworten sogar,- als käme die Antwort (von einem Hornisten unsichtbar im Turm gespielt) aus den Sternen….

Artikel in der WZ vom 14. September 2016 lesen →

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„Lebet wohl, ihr glatten Säle…“, Von der Heydt-Park 2017

In Anbindung an Heinrich Heines auf dem Gedenkstein eingravier­t­em Zitat aus der „Harzreise“ sowie Texten aus den „Vertrauten Briefen an August Lewald“ und Franz Kafkas „Fragmenten aus ­Heften und losen Blättern“ erleben die Besucher einen Spaziergang durch flimmernd grün ­beschirmte Alleen.

Fünf musikalisch-literarische Stationen werden in der Wechsel­­wir­kung mit den natürlich gewachsenen Klang­räumen neu wahrge­nom­men und dadurch zu ein­prägsamen Erlebnissen.
Mit Kompostionen von Antonin Dvořák, Mikhail Glinka, Franz Liszt, Alfred Schnittke und György Kurtág.

Artikel in der WZ vom 17. Juli 2017 lesen →

Synergien, Kiesberg 2017

Mystik, Natur und Leidenschaft in Musik, Briefen und Dichtkunst, Werke von Hildegard von Bingen, Benjamin Britten, Antonio Vivaldi, Claude Debussy, Else Lasker-Schüler, Béla Bartok, Johann Sebastian Bach, Efrain Silva und Matthew Whittall.

Das zweite Konzert aus der Reihe WechselWirkungen richtet den Blick auf die Synergien, die sich aus der Verbindung von vorhandenen Naturelementen und Kunstfertigkeit im weitesten Sinn ergeben.
An fünf musikalisch-literarischen Stationen spannt sich ein thematischer Bogen von Komposition, leidenschaftlicher Religiosität und Heilkunst vom Mittelalter bis in unsere Zeit.

Am Ziel des Spaziergangs, dem Von-der-Heydt-Turm, werden die Werke von Live Videos begleitet.

Artikel in der WZ vom 9. September 2017 lesen →

Tristanfantasie, Mirker Hain 2018

Das dritte Projekt der Reihe WechselWirkungen lädt die Besucher zu einem Rundgang durch den im Jahre 1879 von August von der Heydt begründeten Mirker Hain ein. Selma von der Heydt, die im Laufe ­ihres Lebens zu einer glühenden Verehrerin Richard Wagners wurde, hat sich von dieser sehr speziellen Parkanlage mit ihren ­Wegen, Rondellen, Teichen und Lichtungen, ebenso wie von der Quellwiese des Vogelsangbaches inspirieren und Steine zum Gedenken des Komponisten anfertigen und aufstellen lassen.

So werden nun diese Wegsteine zu Aufenthaltspunkten, die uns mit der gebürtigen Elberfelderin Mathilde Wesendonck anhand ­ihrer Briefe bekannt machen, als auch mit einer Auswahl aus den Wesen­donck-Liedern und der Tristanfantasie für acht Hörner, die in den einzigartigen Klangräumen zwischen dunkel glänzenden Ilexsträuchern und den hohen Stämmen alter Buchen lebendig werden.

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Kriegslust und Friedfertigkeit, Friedenshöhe 2018

Der Morgenspaziergang durch die ehrwürdigen Bäume auf der Friedenshöhe führt die Besucher zu vier Stationen, die Literatur und Musik zu Kriegslust und Friedfertigkeit zum Thema haben. Die Auseinandersetzung mit den Begriffen „Vaterland“, „Heidentum“, „Kapitulation“, „Sieg“ und „Niederlage“ beschäftigte Dichter, Denker, Philosophen und Komponisten zu allen Zeiten. Auf der Friedenshöhe erklingen und verhallten diese Gedanken und Töne im Naturraum, wobei die Spaziergänger zwischen den musikalisch-literarischen Stationen Zeit für Reflexion und Gespräche haben.