Belvedere Hackenberg

2008 entdeckte unser Verein die Felseninsel in Wupperfeld. Unzugänglich und verwildert lag sie an der Nordbahntrasse. Georg Burmester hatte sie um 1882 mit dem filigran wirkenden Teehäuschen und dem weiten Blick über das Wuppertal abgebildet. 

Der Förderverein stellte Kontakt zur Familie Hackenberg her und dokumentierte die Geschichte des Gartens auf dem Felsensporn zwischen Askanier- und Sonnabendstraße. Dort hatten Hackenbergs Mitte des 19. Jhs. eine Villa mit großem Garten erbaut. Als in den 1870er Jahren die Rheinische Eisenbahnstrecke den Garten durchschnitt, geriet der Felsen mit dem Teehaus zur Insel.

Die Bogenbrücke über die Nordbahntrasse markiert noch die Situation, während Villa und Garten längst überbaut sind. Der Förderverein nahm Gespräche mit der Ev. Kirche als Eigentümerin des Felsens sowie der Wuppertalbewegung auf. 2013 einigten diese sich auf einen Erbpachtvertrag für den Felsengarten für 99 Jahre. Die Wuppertalbewegung ließ eine detaillierte Bestandsaufnahme des Teehauses von einem Architekten anfertigen. Zur geplanten Restaurierung kam es jedoch nicht, vielmehr wurde der Pavillon abgerissen und seine Umrisse durch einen Unterstand nachempfunden. Die Wuppertalbewegung erschloss den Garten neu über eine Treppe von der Trasse und öffnete ihn als „Belvedere“ für Besucher, die nun den schönen Blick vom Felsen über die Stadt genießen können.